Häufig gestellte Fragen zum INSM-Fahrtkostenranking
- Wie kommt es zu den Kostenunterschieden für die Autofahrt zum Job?
- Warum sind die Preise im Öffentlichen Nahverkehr in den 100 Städten des INSM-Fahrtkostenranking so unterschiedlich?
- Warum sind die KFZ-Versicherungskosten in den einzelnen Regionen so unterschiedlich?
Wie kommt es zu den Kostenunterschieden für die Autofahrt zum Job?
In Ludwigshafen fährt man laut aktueller INSM-Studie am günstigsten. Im Jahresdurchschnitt fallen hier KFZ-Kosten von 1350 Euro an, die mit Fahrten zur Arbeit verbunden sind, so die Expertise der IW Consult GmbH für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Am teuersten fährt der Durchschnittspendler in Velbert. Hier laufen im Jahr durchschnittlich 2705 Euro beruflich veranlasste KFZ-Kosten auf.
Die Städte, die im INSM-Ranking der Pendlerkosten vorne liegen, weil man dort relativ günstiger zur Arbeit kommt, lassen sich in zwei Gruppen einteilen.
Zur ersten Gruppe gehören Städte, die Standorte großer Unternehmen sind. Solche Städte gewährleisten eine hohe Arbeitsplatzversorgung vor Ort. Hier ist der Anteil der Binnenpendler, also Beschäftigten, die beim Weg zur Arbeit die Stadt nicht verlassen müssen, besonders hoch. In Ludwigshafen beschäftigt allein die BASF mehr als 30.000 Menschen, wie auch Audi in Ingolstadt. Volkswagen stellt in Wolfsburg mit 50.000 über die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Jobs. Und in Regensburg sorgen vor allem BMW, Infineon und VDO Automotive für reichlich Arbeit.
Zur zweiten Gruppe gehören Städte wie Kiel, Flensburg, Trier oder auch Koblenz. Hier sind die Entfernungen zur nächsten großen Stadt mit einem attraktiven Arbeitsplatzangebot so groß, dass Pendeln kaum möglich ist. Binnenpendler stellen hier einen Anteil von 80 Prozent.
Relativ teuer ist der Weg zur Arbeit zum Beispiel in Hanau, das Platz 98 das INSM-KFZ-Kostenrankings belegt. Der Grund: Viele in Hanaus haben Jobs in Frankfurt. Von Zentrum Hanaus bis Zentrum Frankfurt laufen für den Hin und Rückweg täglich 46 Kilometer auf.
Vergleiche http://maps.google.de
Weitere Wege zur Arbeit entstehen überraschender Weise auch in den Ballungsräumen des Ruhrgebietes. Hier müssen mehrere 10.000 Beschäftigte aus den kleineren, am Rande gelegenen Städten des Ruhrpotts jeden Tag in die Metropolen wie Duisburg, Essen, Bochum oder Dortmund zu ihrem Arbeitsplatz fahren. So steht zum Beispiel Velbert mit durchschnittlich 2705 Euro beruflichen KFZ-Kosten im Jahr auf Platz 100 des INSM-KFZ-Kostenrankings der 100 größten deutschen Städte.
Der Mittelwert in allen untersuchten 100 Städten des INSM-Rankings liegt bei jahresdurchschnittlich 1900 Euro. Daran ist der Staat mit fast einem Drittel Steuern beteiligt. Das belegen aktuelle Berechnungen der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). (Link zur politischen Begründung).
- Zum KFZ-Kostenranking der INSM
- Mehr über die Methodik des INSM-KFZ-Kostenrankings erfahren Sie hier.
Warum sind die Preise im Öffentlichen Nahverkehr in den 100 Städten des INSM-Fahrtkostenranking so unterschiedlich?
Eine Jahreskarte für den Öffentlichen Nahverkehr, die einen Umkreis von 15-20 Kilometer abdeckt, kostet in Freiburg 440 Euro. Den zweiten und dritten Platz belegen Hildesheim mit 454,30 Euro im Jahr und Ingolstadt mit 465 Euro im Jahr. In Koblenz ist es mehr als doppelt soviel: über 1100 Euro im Jahr. Die Kostenunterschiede im Öffentlichen Nahverkehr hängen stark davon ab, welchen Verkehrsverbünden die Städte jeweils angehören, und wie diese innerhalb ihres Tarifgebietes die Preise gestalten.
Regional lassen sich folgende Trends festmachen: Im vorderen Feld des INSM-Nahverkehrs-Rankings liegen vor allem Städte aus
- Niedersachsen: hier zum Beispiel Hildesheim, Wilhelmshaven, Osnabrück, Oldenburg und Wolfsburg.
- den neuen Bundesländern: hier zum Beispiel Potsdam, Halle, Dresden und Rostock.
- den Metropolregionen Rhein-Main: zum Beispiel Frankfurt, Darmstadt und Offenbach.
- der Rhein-Neckar Region: hier etwa Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg
- dem südlichen Teil der Region Rhein-Ruhr. Zu nennen sind hier Städte wie Köln, Leverkusen und Bonn.
- Zum INSM-Nahverkehrsranking der 100 größten Städte Deutschlands.
- Mehr über die Methodik des INSM-Nahverkehrsrankings erfahren Sie hier.
- Zum INSM-Ranking der KFZ-Versicherungskosten.
- Mehr über die Methodik des INSM-KFZ-Versicherungsrankings erfahren Sie hier.
Warum sind die KFZ-Versicherungskosten in den einzelnen Regionen so unterschiedlich?
Wer sein Auto in Tübingen versichert, zahlt im hier untersuchten Fall eines Mittelklasse-Fahrzeuges nur 69 Prozent dessen, was er in Berlin berappen muss. Tübingen führt das INSM-KFZ-Versicherungsversichererungsranking mit einem ermittelten durchschnittlichen Jahresbeitrag von 429,83 Euro an. In Berlin sind für die Versicherung desselben Autos 623,39 Euro fällig. Damit landet die Bundeshauptstadt auf Platz 100. Teuer sind muss, Das INSM-KFZ-Versicherungsranking listet die Versicherungskosten für ein die Kosten für einen Die Höhe der Versicherungsbeiträge richtet sich in erster Linie nach den Regionalklassen der Versicherer. Diese bestimmen sich wiederum anhand der Häufigkeit und Schwere der Schadensfälle, die durch die in der jeweiligen Region zugelassenen Fahrzeuge entstehen. Ebenso hängt sie von Zahl und der Zusammensetzung der zugelassenen Fahrzeuge ab.
Tendenziell sind die Versicherungskosten in kleineren Städte mit vergleichsweise geringerem Verkehrsaufkommen niedriger.
Rückfragen zum INSM-Fahrtkostenranking:
Carsten Seim (Projektleitung INSM), 0221 4981 403, seim@insm.de







