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Methodik

Hier finden Sie Erläuterungen zur Methodik der INSM-Fahrtkosten-Expertise.

1. Methodische Grundlagen für die Ermittlung der Kfz-Kosten für einen Berufspendler
2. Methodische Grundlagen für die Ermittlung der Kosten des ÖPNV
3. Methodische Grundlagen für die Ermittlung der Kosten für die Kfz-Versicherung

1. Methodische Grundlagen für die Ermittlung der Kfz-Kosten für einen Berufspendler

Für die Ermittlung der Kosten für einen Berufspendler wurden zuerst die jeweiligen Pendlerverflechtungen der Städte mit den angegliederten Gemeinden untersucht. Die grundlegenden Zahlen wurden vom Steinbeis-Transferzentrum Angewandte Systemanalyse (STASA) aus Stuttgart geliefert, das ähnliche Untersuchungen bereits unter anderem für das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt hat. Die von der STASA verwendeten Pendlerdaten basieren dabei auf dem Jahreszeitraummaterial der Bundesagentur für Arbeit 2006. Das Jahreszeitraummaterial beinhaltet Einzelmeldungen der Arbeitgeber aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse.

Die Pendlerströme können so einen eindeutigen Bezug zwischen Wohnort und Arbeitsort der Beschäftigten herstellen. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass man für jeden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bestimmen kann, wo er wohnt, wo er arbeitet und damit auch welche Strecke er täglich (bzw. 220x p.a.) zurücklegen muss. Aus den realen Daten der BA wurden in diesem Vergleich Pendler mit einem maximalen Arbeitsweg von 45 Minuten verwendet. So genannte Fernpendler (Arbeitsweg > 45 min.) wurden über eine vereinfachte Annahme ebenfalls mit aufgenommen (Statt einer zeitlichen Abgrenzung der Fernpendler wird diese Schwelle in der Praxis auch häufig räumlich determiniert. Sie liegt dann in der Regel bei 50 km, was umgerechnet in Fahrzeit etwa 45 Minuten entspricht. Für den Beschäftigten ist jedoch in erster Linie interessant "wie lange" er zur Arbeit fährt. Daher wurde hier von der STASA – wie auch in der Zusammenarbeit mit dem IAB - der zeitliche Ansatz gewählt.).

Für die Ermittlung der Kosten für einen Berufspendler wurden zuerst die jeweiligen Pendlerverflechtungen der Städte mit den angegliederten Gemeinden untersucht. Die grundlegenden Zahlen wurden vom Steinbeis-Transferzentrum Angewandte Systemanalyse (STASA) aus Stuttgart geliefert, das ähnliche Untersuchungen bereits unter anderem für das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt hat.

Die von der STASA verwendeten Pendlerdaten basieren dabei auf dem Jahreszeitraummaterial der Bundesagentur für Arbeit 2006. Das Jahreszeitraummaterial beinhaltet Einzelmeldungen der Arbeitgeber aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Die Pendlerströme können so einen eindeutigen Bezug zwischen Wohnort und Arbeitsort der Beschäftigten herstellen. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass man für jeden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bestimmen kann, wo er wohnt, wo er arbeitet und damit auch welche Strecke er täglich (bzw. 220x p.a.) zurücklegen muss. Aus den realen Daten der BA wurden in diesem Vergleich Pendler mit einem maximalen Arbeitsweg von 45 Minuten verwendet. So genannte Fernpendler (Arbeitsweg > 45 min.) wurden über eine vereinfachte Annahme ebenfalls mit aufgenommen.

Für diese Gruppe ist es nicht möglich, detailliert Kosten des Arbeitsweges zu ermitteln, da ein Teil der Fernpendler nicht täglich zur Arbeit fährt, sondern beispielsweise einen Zweitwohnsitz am Arbeitsort hat (Wochenendpendler). Auch ist die Klasse der Fernpendler im Bezug auf die Entfernung in Kilometern nach oben offen, so dass hier nicht mit konkreten Zahlen agiert werden kann.

Selbstverständlich kann der Anteil der Fernpendler je nach Höhe einen "positiven" bzw. "negativen" Einfluss auf die Ergebnisse haben. Dabei ist zu bedenken, dass diejenigen Städte, in denen das "nähere" Umfeld vergleichsweise weniger Arbeitsplätze bietet, in der Regel einen höheren Anteil am Fernpendlern aufweisen. Dies trifft vorwiegend auf die großen Städte der neuen Länder zu. Hier ist der Anteil der Fernpendler an allen Pendlern mit 5,9 Prozent doppelt so hoch wie in den Städten der alten Bundesländer (2,9 Prozent)3. Aber auch einige westdeutsche Städte wie Würzburg oder Trier - deren Entfernungen zur nächsten Großstadt überdurchschnittlich hoch sind – können hiervon betroffen sein. Die Gruppe der Pendler mit einem Arbeitsweg kleiner 45 Minuten lässt sich unterteilen in:

Binnenpendler:

Diese haben ihren Arbeitsplatz innerhalb der geographischen Stadtgrenze. Daher können ihre Arbeitswege nicht auf den Kilometer genau erfasst werden. Sie sind stattdessen über ein statistisches Modell der STASA, dass insbesondere die Fläche der Stadt (als maximal mögliche Entfernung) beinhaltet, geschätzt worden. Der Anteil der Binnenpendler beläuft sich in den 100 größten Städten durchschnittlich auf etwa 60 Prozent mit einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 5,4 (ein Weg).

Außenpendler:

Diese haben ihren Arbeitsplatz außerhalb der Stadtgrenze und können auf den Kilometer genau erfasst werden. Der Anteil der Außenpendler beläuft sich in den 100 größten Städten durchschnittlich auf etwa 40 Prozent mit einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 25,8 (ein Weg).
Für die Berechnung wurden die Kilometerleistungen der Binnen- und Außenpendler - sowie die Fernpendler mit jeweils 75 km - entsprechend ihrer Anzahl gewichtet und addiert, so dass sich unter der Berücksichtigung von 220 Arbeitstagen und Hin- und Rückweg eine Jahresfahrleistung pro Stadt ergibt. Diese dient als Grundlage für die Berechnung der Pendlerkosten mit dem KFZ.

Die Jahresfahrleistung wurde anschließend - unter Berücksichtigung einer unterstellten privaten Jahresfahrleistung von 10.000 km - mit einem individuellen Kilometerkostensatz multipliziert, der auf der Grundlage folgender Daten berechnet wurde:

  • Mittelklassewagen neu (Diesel mit DPF), 77KW/105 PS, 1896 ccm
  • Preis in Euro: 25.000
  • Restwert nach 8 Jahren in Euro: 5.000
  • AfA pro Jahr in Euro: 2.500
  • Verbrauch auf 100 km: 5,1Liter
  • Preis je Liter Diesel: 1,25 Euro
  • Inspektions- und sonstige Betriebskosten (ohne Diesel) pro Jahr in Euro: 500
  • Kfz-Steuer pro Jahr in Euro: 296
  • Versicherungskosten individuell (siehe Kapitel 1.4)
Die Kilometerkostensätze der Städte schwanken dabei je nach jährlicher Fahrleistung von etwa 25 bis 34 Cent (Mittelwert 30 Cent).


Im vorliegenden Fahrkostenranking der INSM gliedern sich die aufgeführten Kosten prozentual wie folgt auf:

Wertverlust des Autos (Abschreibung):53,0 Prozent (Neuwagen)
Benzin / Diesel:21,5 Prozent
Inspektion / Service fürs Auto:10,5 Prozent
Versicherung:8,5 Prozent
KFZ-Steuern:6,5 Prozent

2. Methodische Grundlagen für die Ermittlung der Kosten des ÖPNV

Um die Kosten für den Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) zu ermitteln wurde angenommen, dass eine Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel (Bus oder Bahn) benötigt wird, mit der ein Umkreis von 15-20 km abgedeckt werden kann. Da die verschiedenen Tarifzonen der regionalen Verkehrsverbünde jedoch in der Regel keine symmetrische (kreisförmige) Abgrenzung aufweisen, wurden in einem ersten Schritt die Preise für die günstigste Jahreskarte (Jahresabo) in alle vier Himmelsrichtungen ermittelt.
Anschließend wurden die einzelnen Richtungen auf ihre Bedeutung für den Pendlerverkehr geprüft und gegebenenfalls Streichungen vorgenommen (z.B. der Osten für Bremerhaven oder der Norden für Erfurt). Aus den verbliebenen Werten wurde der Durchschnitt gebildet.

Für die Städte, in denen ein Tarifübergang zu berücksichtigen war (Hier muss der Arbeitnehmer für beide regionalen Verkehrsverbünde eine eigene Fahrkarte erwerben), sind die Kosten tendenziell höher. Dies ist beispielsweise in Moers oder auch Iserlohn der Fall. Die Tarife wurden jeweils über die Internetseiten der Verkehrsverbünde bzw. –betriebe ermittelt.

3. Methodische Grundlagen für die Ermittlung der Kosten für die Kfz-Versicherung

Um die Unterschiede bei den Versicherungskosten in allen Städten transparent zu machen, wurde für alle gleichermaßen eine Jahresfahrleistung von 20.000 km unterstellt Die Höhe der Versicherungsbeiträge für ein Jahr wurde mithilfe des Online-Tools von aspect online ermittelt. Dieses Portal bietet einen Vergleich von über 70 Versicherungsgesellschaften mit insgesamt über 135 Tarifen und wurde von der Fachpresse mehrfach zum Testsieger unabhängiger Vergleiche von Versicherungsbeiträgen gekürt (http://www.aspect-online.de/). Aus den Ergebnissen wurde der Durchschnitt der fünf günstigsten Angebote ermittelt. Die Daten wurden Anfang Dezember 2007 erhoben.

Bei der Ermittlung wurden für den Mittelklassewagen unter anderem folgende Annahmen getroffen:

  • Haftpflicht SF 8 / Vollkasko SF 8
  • Teilkasko SB 150 Euro - Vollkasko SB 300 Euro
  • 2 Fahrer, Führerschein seit 1988, Angestellte
  • ausschließlich private Nutzung
  • für Öffentlichkeit unzugänglich auf Grundstück (eigenes Reihenhaus)

Rückfragen zum INSM-Fahrtkostenranking:

Carsten Seim (Projektleitung INSM), 0221 4981 403, seim@insm.de

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